Foto: Afternhaldenweg Foto: Gänspeterbrunnen Foto: Kriegsbergturm Foto: Melac-Turm Foto: Rotenbergkapelle Foto: Weinberg in Obertürkheim Foto: Wein am Rotenberg vor der Ernte

 

"Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dort, du habest uns hier liegen gesehen, wie das Gesetz es befahl."

Friedrich Schiller (Der Spaziergang, 1795)

Wanderungen

Angebot

Stäffeles-Tour zum Bismarckturm

Wege in Stuttgarts nördlicher Höhenlage

 

Stuttgart hat ca. 400 Stäffele, Staffeln, Steilwege. Sie stammen aus der Zeit, als die Hänge Weinberge oder Gärten waren und dienten Mensch und Tragetier als Direktverbindung nach oben und nach unten. Der Stuttgarter liebt sie, seine Stäffele, er schwärmt und seufzt zugleich "Oh, diese Stäffele". Da sich die Schäden in Folge des Zweiten Weltkrieges in diesen Halbhöhen- und Höhenlagen der Stadt in Grenzen hielten, bietet sich hier die Gelegenheit, der Atmosphäre Alt-Stuttgarts auf die Spur zu kommen.

Einer der schönsten Wege führt in den Norden der Stadt. Vorbei am Chinesischen Garten und dem Kriegsbergturm, der 1895 als Aussichtsturm errichtet wurde und einen prachtvollen Blick in den Stuttgarter Kessel bietet. Am Hauptbahnhof beginnend führt die Route an alten Jugendstilvillen, Parks und Stadtpalais vorbei, die Stuttgarter Stadtgeschichte lebendig werden lassen. Die Staffeln, die Villen und Parks miteinander verbinden, sind oft überwachsen mit Büschen und Bäumen und bieten immer wieder zauberhafte Ausblicke in das Neckartal, den Schurwald, das Remstal und an klaren Tagen sogar bis zur Schwäbischen Alb. An den Wohnhäusern der Prominenz und der ehemaligen Prominenz der Stadt vorbei, lassen sich einige Geschichten zu deren Bewohnern erzählen, wie zum Beispiel zum Stuttgarter "Lumpenwolf", zum Fabrikanten Fritz Roser, oder über den ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss, über die Familie Porsche, Paul Bonatz und Rudolf Steiner. Der Weg endet am Bismarckturm. Der zwanzig Meter hohe Turm ist erst seit jüngster Zeit wieder instand und bietet einen fantastischen Blick über die gesamte Stadt. Damit findet die Route einen unvergleichlichen Höhepunkt.

 

Leistung

Führung durch die Stadt

Dauer

ca. 2,5 Stunden

Teilnehmerzahl

  • Mindesteilnehmerzahl 12 Personen
  • Maximale Teilnehmerzahl 25 Personen

Preis

  • 9,50 Euro pro Person, oder
  • 119,00 Euro pauschal für eine Gruppe

Termine

  • nach Absprache

Treffpunkt, Ende

  • Start: Eingang zum LBBW-Forum, Nordausgang Hauptbahnhof
  • Ende: Russische Kirche, U2 Richtung Charlottenplatz, Bus 40 Richtung Bahnhof

Anmeldung

Telefonisch, schriftlich oder per E-Mail bis spätestens drei Tage vor dem gewünschten Termin.

Hinweis

Bitte denken Sie an wettergerechte Kleidung und Schuhwerk. Vorausgesetzt wird eine durchschnittliche, gute Kondition. An heißen Tagen empfiehlt es sich, sich mit Getränken zu bevorraten.

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Stäffeles-Tour zum Haigst

Von Erbschleicherexpress, Blaustrümpfen und Zacke

 

Der Spaziergang durch Stuttgarts östliche Halbhöhenlage beginnt an der Talstation der Standseilbahn. Seit 1929 pendelt sie zwischen Südheimer Platz und Waldfriedhof, weshalb sie vom Volksmund Erbschleicherexpress genannt wird. Vom Waldfriedhof, wo sich einige Prominenz "versammelt", führt der Weg zur geologisch hoch interessanten Schwälblesklinge, dort wo der Nesenbach zu Tage tritt. Weiter geht's nach Sonnenberg durch die Dornhalde zum Dornhaldenfriedhof. Dieser kam 1977 zu trauriger Berühmtheit, als dort drei RAF-Terroristen bestattet wurden. Auf dem Blaustrümpflerweg geht es nach Degerloch zum Scharrenberg, einer der kleinsten Weinbau-Einzellagen weltweit. Anschließend geht die Fahrt mit der "Zacketse" vom Haigst (schwäbisch für "höchsten Punkt") hinab in den Kessel, vorbei an der Wielandshöhe mit seinem Sternekoch Vincent Klink sowie der Haigstkirche. Das Ganze wird umrahmt von viel Geschichte und Geschichten, die die Stuttgarter Zahnradbahn geschrieben hat.

 

Leistung

Führung

Dauer

ca. 2,5 Stunden

Teilnehmerzahl

  • Mindestteilnehmerzahl 6 Personen
  • Maximale Teilnehmerzahl 25 Personen

Preis

  • 9,50 Euro pro Person, oder
  • 119,00 Euro pauschal für eine Gruppe

Termine

  • Sonntag, 11. Mai 2008, 15:00 Uhr, oder
  • nach Absprache

Treffpunkt, Ende

  • Start: Talstation der Seilbahn am Südheimer Platz, U1 und U14
  • Ende: Marienplatz, U1 und U14

Anmeldung

Telefonisch, schriftlich oder per E-Mail bis spätestens drei Tage vor dem gewünschten Termin.

Hinweis

Bitte denken Sie an wettergerechte Kleidung und Schuhwerk, im Sommer auch an etwas zum Trinken. Vorausgesetzt wird eine durchschnittliche, gute Kondition.

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Stäffeles-Tour zur Karlshöhe

Vom Westen zur Karlshöhe

 

Die dritte Route beginnt an geschichtsträchtigen Orten im Stuttgarter Westen. Hier gibt es von einem Handwerker zu erzählen, der in einem der Hinterhöfe der Rotebühlstraße anfing, Zünder für Automobile zu bauen: Niemand Geringeres als Robert Bosch. Oder wer kennt nicht die „Maschen, die man gerne trägt“, gestrickt durch die Firma Bleyle. Von der älteren Generation geliebt und gehasst zugleich. Anschließend führt die Rötestaffel aus dem Talkessel hinauf zur Hasenbergsteige und zum Alexanderhäusle. Weiter geht es auf einem der schönsten Panoramawege der Stadt, dem „Blauen Weg“. Der Spaziergang führt zum Gipfel der Karlshöhe, auf der einst die Reinsburg gestanden haben soll, für die es tatsächlich einige Indizien gibt. Die Willy-Reichert-Staffel führt abschließend wieder zurück in den Stadtkessel. Dort wird die Führung am Lapidarium, welches noch einmal in längst vergangen Zeiten der Stuttgarter Stadtgeschichte entführt, enden.

 

Leistung

Führung durch die Stadt

Dauer

ca. 2 Stunden

Teilnehmerzahl

  • Mindestteilnehmerzahl 8 Personen
  • Maximale Teilnehmerzahl 25 Personen

Preis

  • 9,50 Euro pro Person, oder
  • 119,00 Euro pauschal für eine Gruppe

Termine

  • Sonntag, 25. Mai 2008, 15:00 Uhr, oder
  • nach Absprache

Treffpunkt, Ende

  • Start: Ecke Schwab-/Rotebühlstraße, vorm Café Kipp, S-Bahnstation Schwabstraße
  • Ende: Karlshöhe

Anmeldung

Telefonisch, schriftlich oder per E-Mail bis spätestens drei Tage vor dem gewünschten Termin.

Hinweis

Bitte denken Sie an wettergerechte Kleidung und Schuhwerk. Vorausgesetzt wird eine durchschnittliche, gute Kondition. An heißen Tagen empfiehlt es sich, sich mit Getränken zu bevorraten.

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Weinbergwanderung

Von Obertürkheim zum Rotenberg

 

Der Wein prägt seit der Pflanzung des ersten Rebstocks, wohl zur Römerzeit, sowohl die württembergische Landschaft als auch die Menschen im Neckartal. Auch wenn unsere Konsumgewohnheiten sich im Vergleich zu unseren Vorfahren zugunsten unserer Leber verändert haben, Reblaus und Klimawandel den Wein zum Vorteil des Mostes verdrängt haben, die Industrialisierung viele Lagen von der Landkarte verschwinden ließen: Der Württemberger ist bis heute ein „Viertelesschlotzer“ geblieben und liebt seinen Trollinger oder Lemberger. Wer etwas über Land und Leute erfahren will, kann dies auch in einer Wanderung durch die Weinberge der Region tun.

Am Beginn stehen romantische Stäffele, die vorbei an efeubewachsenen Mäuerchen und Weinbergen hinauf zum Ailenberg führen. Von dort geht der Weg durch Obstplantagen und Gärten über Wiesen und durch Wald in Richtung Rotenberg. Die abwechslungsreiche Bebauung gibt Gelegenheit, über die Geschichte des Weins, dessen Anbau und die Eigenheiten derer, die ihn hegen und pflegen, zu erzählen. Der prächtige Panoramablick in das Neckartal, der sich immer wieder dem Betrachter öffnet, bildet mit seiner Industrie einen einzigartigen Kontrast zu den beschaulichen Weinbergen rund um Uhlbach und lässt die wirtschaftliche Kraft der Region erahnen. Höhepunkt der Tour ist der Rotenberg mit seiner Grabkapelle für die württembergische Königin Katharina von Russland.

 

Leistung

Führung

Dauer

ca. 2 Stunden

Teilnehmerzahl

  • Mindesteilnehmerzahl 8 Personen
  • Maximale Teilnehmerzahl 25 Personen

Preis

  • 9,50 Euro pro Person, oder
  • 119,00 Euro pauschal für eine Gruppe

Termine

  • nach Absprache

Treffpunkt, Ende

  • Start: S-Bahnhaltestelle Untertürkheim
  • Ende: Rotenberg, Bus 61 nach Untertürkheim, Endhaltestelle U4

Anmeldung

Telefonisch, schriftlich oder per E-Mail bis spätestens drei Tage vor dem gewünschten Termin.

Hinweis

Bitte denken Sie an wettergerechte Kleidung und Schuhwerk. Vorausgesetzt wird eine durchschnittliche, gute Kondition. An heißen Tagen empfiehlt es sich, sich mit Getränken zu bevorraten.

Jugendstilspaziergang

Oder die Suche nach der Stuttgarter Sonnenblume

 

Heute wird der Jugendstil meist nur noch als Kunstrichtung verstanden. Ursprünglich war er aber Teil der Lebensreformbewegung, die sich als Konsequenz aus den Erfahrungen der Industrialisierung und des Ersten Weltkriegs entwickelte. In der Architektur war dieser in Fassadenschmuck und Innenausstattung sehr aufwändige und damit kostspielige Stil zumeist der Oberschicht und dem vermögenden Bürgertum vorbehalten. Jugendstilhäuser finden sich in Stuttgart zumeist im Expansionsgebiet, also außerhalb der Innenstadt. Da die Zerstörung des Zweiten Weltkrieges diese kaum betraf, haben sich ganze Straßenzüge vor allem im Westen und Süden in diesem Stil erhalten. Diese wirken durch die Formenkraft und Vitalität des Jugendstils um so vieles lebendiger und abwechslungsreicher als sein Vorgänger, der Historismus. Statt Löwen tauchen jetzt kleinere Tiere auf - Schildkröten, Affen, Frösche, Vögel oder floraler Schmuck wie rankende Pflanzen und Blumen. Dazu zählt auch das Symbol des Stuttgarter Jugendstils, die Sonnenblume, die allerorten vom aufmerksamen Betrachter zu finden ist.

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Marienplatz in Stuttgarts Süden. Erster Anlaufpunkt dort werden die prachtvollen Kratzputzfassaden und verspielten Giebel dreier Jugendstilhäuser der Gebrüder Kärn sein. Weiter geht es von der Tübinger Straße in die Arnimstraße und hinauf zur Oskar-Heiler-Staffel Richtung Hasenberg und Schwabtunnel. Dort wartet an der Ecke Schwab- und Schickhardstraße eines der prächtigsten Jugendstilensemble der Stadt mit Schildkröten, Nixen und Neptun auf neugierige Besucher. Nach der Überquerung des Hasenbergs wird der Stuttgarter Westen ein würdiges Ende für diesen spannenden Spaziergang durch Stuttgarts Kunst- und Kulturgeschichte bilden.

 

Leistung

Führung

Dauer

ca. 2 Stunden

Teilnehmerzahl

  • Maximale Teilnehmerzahl 25 Personen

Preis

  • 119,00 Euro pauschal für eine Gruppe

Termine

  • nach Absprache

Treffpunkt, Ende

  • Marienplatz, Haltestelle Zahnradbahn
  • S-Bahn Haltestelle Schwabstraße

Anmeldung

Telefonisch, schriftlich oder per E-Mail bis spätestens drei Tage vor dem gewünschten Termin.

Hinweis

Bitte denken Sie an wettergerechte Kleidung und Schuhwerk. Vorausgesetzt wird eine durchschnittliche, gute Kondition. An heißen Tagen empfiehlt es sich, sich mit Getränken zu bevorraten.

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Impressum

Letzte Aktualisierung am 04. Mai 2008